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Naturstrom für alle
Als erstes großes Stadtwerk in Deutschland setzt die Städtische Werke AG seit 2007 konsequent auf 100 Prozent Naturstrom. Als Brücken-Energie bis zur vollständig unabhängigen Eigenerzeugung dient dabei der Zukauf von Strom aus Wasserkraft.
Kassels Bürger ersparen auf diesem Wege nicht nur jährlich 340.000 Tonnen CO2, sondern unterstützen mit ihrer Treue zu ihrem Stadtwerk maßgeblich den Ausbau der Eigenerzeugung in und um Kassel.
Überblick
Wasser- statt Atomkraft
Der Kasseler Naturstrom kommt aus dem norwegischen Wasserkraftwerk Ulla-Førre. Damit sind die Werke in bester Gesellschaft: Praktisch alle bekannten Ökostromanbieter setzen auf Wasserkraft aus Skandinavien.
Unsere zugekauften Stromkontingente sind nach GoO (Guaranty of Origin) zertifiziert.
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100 Prozent Naturstrom ohne Aufpreis
Durch den Verzicht auf teure Werbekampagnen und den Absatz großer Energiemengen (denn schließlich wollen 100.000 Haushalte in Kassel versorgt werden), lässt sich diese konsequente Umstellung auf Naturstrom ohne Aufpreis für die Kasseler Tarifkunden finanzieren.
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Klima-Roadmap 2020
Die Städtische Werke AG macht vieles besser als andere Versorger: Keiner versorgt alle seine Tarifkunden mit regenerativen Strom und keiner investiert so viel in den Ausbau erneuerbarer Energien in der Region. Wir sorgen dafür, dass das Geld in der Region bleibt - das ist uns wichtig!
Basis unseres Handelns ist die Klima-Roadmap 2020 mit dem klar definierten Ziel, Kassels Zukunft grün und unabhängig zu machen. Dazu sind viele große und kleine Projekte auf den Weg zu bringen, welche wir kontinuierlich dokumentieren und kommunizieren. Einen Überblick über die wesentlichen Projekte gibt folgende Grafik:
Bis die Unabhängigkeit erreicht sein wird, werden wir die Strommengen, die heute noch nicht von uns selbst regenerativ produziert werden, aus zertifizierten Quellen zugekauft.
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Energiemix der Großkunden
Unsere Sondervertragskunden erhalten Naturstrom gegen Aufpreis. Aufgrund des harten Wettbewerbs verzichten viele dieser Kunden jedoch auf diese Möglichkeit. Aber auch Unternehmen können sich darauf verlassen, dass Ihre Energie soweit wie möglich aus eigenen Anlagen der Städtischen Werke kommt: Diese Kraftwerke werden mit hocheffizienten und maximal klimaschonend mit Kohle, Gas und Biomasse betrieben.
Klick auf die Grafiken vergrößert die Darstellung:
Infobrief Naturstrom
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Drin ist was drauf steht - eben Ökostrom

Unser Strom ist durch und durch sauber, denn:
- Die Werke investieren kontinuierlich in Ausbau Erneuerbarer Energie vor Ort.
- Nur die Strommengen, die von uns nicht regenerativ produziert werden können, werden zugekauft. Sie stammen aus skandinavischer Wasserkraft – das können wir durch GoO-Zertifikate belegen.
- Für alle, die lokal erzeugten Strom aus Wasserkraft beziehen möchten, bieten wir das Produkt nahstrom an: Strom aus Wasserkraft der Fulda, erzeugt im Wasserlaufkraftwerk Neue Mühle, Kassel.
- Und auch gesellschaftlich sind wir „sauber" – wir haben uns vom Atomkonzern Vattenfall losgesagt.
Derzeit erzeugen die Städtischen Werke rund 50 Prozent des gesamten in
Kassel verbrauchten Stroms selbst. Bis zum Jahre 2020 soll bis zu 80 Prozent
des Kasseler Stroms selbst erzeugt werden – und das überwiegend
aus regenerativen Quellen.
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Warum Naturstrom?
Uns ist wichtig, Verantwortung zu übernehmen - nicht nur für die Menschen der Stadt Kassel, sondern im Interesse aller. Unser Naturstrom wird klimaneutral erzeugt. Und die eingesparten Emissionen wirken sich weltweit positiv auf das Klima aus.
Zusätzlich investieren wir ganz massiv in den Ausbau Erneuerbarer Energien vor Ort.
Atomkraftwerke können keine Lösung sein – das hat uns die Katastrophe in Fukushima (Japan) gezeigt. Außerdem: Wenn weitere Städte folgen, gibt es einen enormen Nachfragedruck auf erneuerbare Energien. Und das ist Faktor, auf den alle umweltbewussten Kunden große Hoffnungen setzen.
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Umweltbewusstes Handeln heißt am Ball bleiben
Trotz des Zukaufs skandinavischen Wasserstroms werden wir uns auch weiterhin für den Ausbau der regenerativen Energien in Kassel engagieren.
Mit dem Laufwasserkraftwerk „Neue Mühle“ versorgen wir rund 900 Kunden mit Ökostrom. Außerdem werden die solaren Erzeugungskapazitäten konsequent ausgebaut. Allein in den vergangenen Jahren sind vier Großanlagen mit einer Gesamtspitzenleistung von über 400 kW hinzugekommen. Und in Homberg/Efze bauen die Nordhessen gerade die größte Biogasanlage Hessens. Das dort erzeugte Biogas wird in das Erdgasnetz eingespeist und in zwei Kasseler Blockheizkraftwerken ökologisch verstromt.
Wer bereit ist, einen Aufpreis für den Ausbau der regenerativen Energieerzeugung direkt in Kassel zu zahlen, kann das auch weiterhin mit dem „Nahstrom“ tun. Er wird in eigenen Anlagen vor Ort in Kassel produziert.
Die Eigenproduktion der Kraftwerke der Städtischen Werke fließt großteils in den Sondervertragsbereich. Also in die Industrie und in das produzierende Gewerbe. Diese Kraftwerke produzieren hauptsächlich im Kraft-Wärme-Kopplungs-Prozess. Bei der Stromerzeugung fällt dadurch zusätzlich Fernwärme an. Mit ihr wird rund ein Viertel des gesamten Wärmebedarfs der Kasseler Industrie und Haushalte umweltfreundlich und klimaneutral gedeckt.
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So kommt der Naturstrom zum Kunden
Natürlich kommen aus der Steckdose der Kasseler Haushalte keine Elektronen aus Skandinavien. Die Stromversorgung muss man sich wie einen von vielen Quellen gespeisten See vorstellen, an dem an vielen Stellen auch wieder entnommen wird. Wer was bekommt, kann nicht wirklich geprüft werden. Aber: Je sauberer das eingespeiste Wasser ist - also je mehr Ökostrom in die Netze eingespeist wird - umso klarer wird der See – umso mehr sauberer Strom steht zur Verteilung zur Verfügung.
Unsere Kunden können sicher sein, dass ihr Strom regenerativer Herkunft ist. Denn die Städtischen Werke kaufen mit dem Strom auch eine Garantie ein, dass für jede in Kassel bei einem Tarifkunden verbrauchte Kilowattstunde Strom eine Kilowattstunde Strom aus Wasserkraft produziert wird.
Anders ausgedrückt: Die Werke kaufen mit dem Naturstrom die Verpflichtung für den Produzenten ein, Strom aus regenerativen Quellen zu produzieren und ins Netz einzuspeisen. Damit ist der Strom aus Kassel dann regenerativ erzeugter Strom. Und damit ist dieser Strom auch nicht mehr für andere Versorger auf dem Markt. Dass der Strom nicht zweimal als regenerativ erzeugt verkauft werden kann, überwacht das Ökoinstitut aus Freiburg. Das belegt es durch seine Zertifizierung – dem Guarantee of Origin (GoO).
Unser Credo: Aktives Handeln für das Klima heißt für einen Energieversorger zunächst, Energieverbrauch zu senken und dann die regenerativen Energien auszubauen. Wenn die Eigenerzeugung nicht ausreicht, dann muss dem Kunden Strom, gewonnen aus regenerativen Energien, zur Verfügung gestellt werden.
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Saubere Zertifizierungsprozesse - GoO
Generell gilt: Kunden können mit Ökostrom versorgt werden, selbst wenn die Anlagen nicht nach dem EEG gefördert werden – z. B. weil die Anlagen nicht in Deutschland stehen. Dann wird die regenerative Erzeugung mit Herkunftsnachweisen bestätigt. Dafür gibt es zwei verschiedene Systeme:
- RECS-Zertifikate (engl. Renewable Energy Certificate System) - sie beruhen auf einer freiwilligen Vereinigung von Händlern und Produzenten.
- EECS-GoO (engl. European Energy Certificate System - Guarantee of Origin) - sie werden auf Basis gesetzlicher Grundlagen ausgestellt und gelten EU-weit.
Beide Nachweistypen werden durch neutrale und unabhängige Einrichtungen ausgestellt. Das Öko-Institut in Freiburg ist für Deutschland tätig. Es überwacht und berechnet, wie viel Ökostrom hergestellt wurde und erstellt dem Erzeuger eine Bescheinigung für jede produzierte Megawattstunde Ökostrom aus seiner Anlage. Dieses Zertifikat kann der Erzeuger am Markt handeln.
Ein Zertifikat belegt somit die Produktion des Ökostroms. Direkt geschlossene Lieferverträge zwischen Erzeuger und Stromanbieter – z. B . den Städtischen Werken – belegen ganz klar, dass die Zertifikate für die gekauften Mengen auch definitiv aus einem bestimmten Kraftwerk des Stromproduzenten stammen. Dabei überprüfen unabhängige Institutionen, wie z. B. der TÜV, ob der Anbieter wirklich Strom aus regenerativen Energien gewonnen und in das Stromnetz eingespeist hat.
Der Naturstrom der Städtischen Werke wird in dem norwegischen Wasserkraftwerk Ulla Førre produziert. Unser Handelspartner ist Statkraft. Zum Nachweis des Ökostroms verwenden wir die GoO-Zertifikate.
Alle Kunden, die mit Naturstrom versorgt werden, können also sicher sein, dass jede Kilowattstunde, die sie verbrauchen, regenerativ erzeugt wurde.
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Kunden außerhalb Kassels
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