Stadtwerke Union Nordhessen

Die Energiewender aus Nordhessen

Erneuerbare für alle

Die Stadtwerke Union Nordhessen, kurz SUN, ist ein Verbund aus sechs regionalen Stadtwerken, die es sich zum Ziel gesetzt haben, die Energiewende in Nordhessen voranzutreiben. Gemeinsam entwickeln wir umweltfreundliche Lösungen für eine zukünftige Energieversorgung in der Region.

Dafür bündeln wir unser gemeinsames Fachwissen, tun uns mit Akteuren in den Gemeinden zusammen, binden Energiegenossenschaften ein und vernetzen uns mit den lokalen Experten aus Wissenschaft und Forschung.

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Geballte Windkompetenz

Ein wesentlicher Baustein der Zusammenarbeit ist die gemeinsame Projektierung von Windenergieanlagen. Der Windpark Kreuzstein, nordwestlich von Großalmerode gelegen, war das erste Projekt, bei dem das SUN-Windkompetenzteam Planung und Projektierung übernahm und sich nach der Inbetriebnahme im dritten Quartal 2017 auch um den Betrieb kümmern wird. Zwei weitere Windparks (Steinberg und Reinhardswald) sollen folgen.

Das Windkompetenzteam der SUN besteht aus Mitarbeitern der Stadtwerke Eschwege, Homberg, Kassel, Witzenhausen und Wolfhagen, die ihre Expertise und Energie bündeln, um nicht nur die komplexen Aufgaben, sondern auch und gerade den Invest und das unternehmerische Risiko, das ein Windpark-Projekt mit sich bringt, zu teilen.

Fair und flexibel – das Konsortialmodell

Der Konsortialvertrag der SUN regelt das Zusammenspiel der beteiligten Partner in den unterschiedlichen Erneuerbare-Energien-Projekten. Beschließen die SUN-Mitglieder, sich um die Projektierung einer EE-Anlage zu bewerben, agiert zunächst die SUN GmbH & Co. KG. Aufwand und Kosten, die in Phase 1 eines Projektes entstehen, beispielsweise für die Akquise der Flächen etc., stemmen alle SUN-Partner zusammen. Bevor sie jedoch in die Phase 2 mit der eigentlichen Projektierung starten, entscheiden die einzelnen SUN-Stadtwerke, ob und in welcher Form sie sich an den weiteren Aktivitäten beteiligen wollen. Die Interessenten schließen dann einen Konsortialvertrag, der die individuellen Rechte und Pflichten aller Beteiligten für das jeweilige Projekt festlegt. Auf diese Weise wird den einzelnen SUN-Partnern, je nach anliegendem EE-Projekt, eine projektscharfe Entscheidung zur Beteiligung ermöglicht.

Dafür steht die SUN

Sie fördert die Kooperation zwischen Stadtwerken in Nordhessen.

Sie treibt den Ausbau der Regenerativen Energien konsequent voran.

Sie ist gelebte Kooperation – Jedes Mitglied unterstützt seine Partner mit seiner Expertise.

Sie fördert die E-Mobilität, indem sie die Ladeinfrastruktur in Nordhessen ausbaut.

Sie ist offen für Neues und lädt nordhessische Stadtwerke ein, sich in die SUN einzubringen.

Alles kann, nichts muss

Eine Besonderheit gegenüber anderen Stadtwerksverbünden ist, dass sich die SUN-Stadtwerke zwar an allen Aktivitäten der Partner beteiligen können, dies aber nicht müssen. So ist jedes Mitglied bei genau den Projekten der SUN dabei, die für die eigene Gemeinde ökonomisch sinnvoll sind.

E-MOBILITÄT Nordhessen

Die SUN macht Nordhessen e-mobil

Bis zum Jahr 2020 sollen auf Deutschlands Straßen eine Million Elektrofahrzeuge unterwegs sein – so die Bundesregierung. Bisher tummelt sich jedoch nur ein Bruchteil davon im Straßenverkehr. Was die Autobesitzer von heute von einem Wechsel zur Elektromobilität abhält, sind die noch nicht ausreichende Anzahl öffentlicher Ladepunkte, die verschiedenen technischen Standards, uneinheitliche Kommunikationsmöglichkeiten zwischen Elektroauto und Stromnetz und einige mehr.

Deshalb setzen sich die SUN-Partner dafür ein, eine flächendeckende nutzerfreundliche Ladeinfrastruktur in Nordhessen zu schaffen, die ein unkompliziertes Laden von Elektrofahrzeugen ermöglicht. Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner, der Energie-Waldeck-Frankenberg (EWF), haben wir bereits 52 Ladeplätze installiert. Tendenz steigend.

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Energiewende studieren geht über riskieren

Eine der ersten Aufgaben, die sich die SUN gestellt hat, war wissenschaftlich zu prüfen, ob und wie die Energiewende in Nordhessen gelingen kann. Gemeinsam mit Wissenschaftlern des Fraunhofer IWES und der Universität Kassel untersuchten sie, wie hoch der Anteil dezentral erzeugter erneuerbarer Energie in der Region war, ob und wie dieser Anteil noch erhöht werden könnte und welche wirtschaftlichen Auswirkungen sich daraus ergeben.

Im Ergebnis der Studie „Energiewende Nordhessen“ bescheinigten die Wissenschaftler die Machbarkeit der Energiewende vor Ort. Sie zeigten auf, dass sich Stadt und Umland in Sachen Erzeugungspotenzial und Bedarf perfekt ergänzen. Eindeutiges Ergebnis auch: Die effizienteste Energiequelle Nordhessens ist die Windkraft.

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Energiewende Nordhessen. Szenarien für den Umbau der Stromversorgung auf eine dezentrale und erneuerbare Erzeugungsstruktur

Regio:VK – das Hirn der dezentralen erneuerbaren Energieversorgung 

Wie ein sinnvoller Mix aus Wind, Solar und Biomasse den Strom-, Wärme- und Mobilitätsbedarf der gesamten Region fast vollständig decken kann, ermittelten Fraunhofer IWES, das IdE Institut und die Uni Kassel in Folgestudien, die wir beauftragte. Heraus kam, dass die schwankenden Stromeinspeisungen aus Wind- und Solarkraft langfristig durch steuerbare Erzeugungen aus Biomasseanlagen, mittelfristig auch durch klassische Kraftwerke ergänzt werden müssen und E-Fahrzeuge als Speicher in das System eingebunden werden sollten. Das Zusammenspiel von Wind, Sonne und regelbaren Kraftwerken übten die SUN-Partner im Forschungsprojekt „Regionales Virtuelles Kraftwerk“, kurz Regio:VK, das wir nach erfolgreichem Testlauf aktuell in die Praxis umsetzen. 

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Energiewende Nordhessen. Technische und ökonomische Verknüpfung des regionalen Strom- und Wärmemarktes

Regionale Akteure stärken Wertschöpfung vor Ort

Bei der Vergabe von Windflächen zielt das Land Hessen bisher auf möglichst hohe Pachteinnahmen. Was auf den ersten Blick gut für die Finanzen des Landes zu sein scheint, ist auf den zweiten Blick eine Milchmädchenrechnung. Das zeigt die von der SUN beim Institut für dezentrale Energietechnologien beauftragte Studie „Regionale Wertschöpfung in der Windindustrie am Beispiel Nordhessen“. Die Erkenntnis: Im Gegensatz zu regionalen Akteuren vergeben externe Projektentwickler weniger Aufträge an regional ansässige Firmen, suchen sich keine lokale Bank zur Finanzierung, betreiben in der Regel die Anlagen nicht selbst, sondern beauftragen deutschlandweit tätige Unternehmen, und beteiligen keine regionalen Akteure wie Kommunen oder Bürgerenergiegenossenschaften an ihren Projekten. In Zahlen für einen Windpark mit sieben Anlagen der Drei-Megawattklasse heißt das: Statt der im Rahmen des SUN-Modells realisierten 58 Millionen regionaler Einnahmen für den 20-jährigen Betriebszeitraum bleiben nur zirka sieben Millionen Euro in der Region, wenn überregional tätige Projektentwickler den Zuschlag erhalten.

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Regionale Wertschöpfung in der Windindustrie am Beispiel Nordhessen

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