22.01.2020

Achtung Betrüger! Städtische Werke warnen vor falschen Mitarbeitern

Ein notwendiger Zählertausch wird vorgegeben, um an die Zählernummer zu kommen – das Ziel ist ein ungewollter Versorgerwechsel. Vorsicht ist angebracht, wenn sensible Daten am Telefon abgefragt werden. (Bild Städtische Werke Netz + Service GmbH)

Kassel, 22. Januar 2020. Die Städtischen Werke warnen die Kasseler Bürger vor Betrügern, die sich als Mitarbeiter des Unternehmens ausgeben. Gleich mehrere Kunden meldeten sich am Mittwoch, 22. Januar 2020, innerhalb weniger Minuten bei dem Kasseler Energieversorger und berichteten von unerwünschten Anrufen. Der Anrufer fragte in allen Fällen nach der Zählernummer, um einen anstehenden Zählertausch vornehmen zu können. Auch die Rufnummer war immer dieselbe: die 0561 7800, eine nicht gültige Telefonnummer. Bemerkenswert auch, dass die Telefonate alle auf Türkisch geführt wurden.

Die Städtischen Werke stellten klar, dass es sich bei den Anrufern nicht um Mitarbeiter der Städtischen Werke handele, sondern um betrügerisch vorgehende Wettbewerber. Sich als Mitarbeiter eines anderen Unternehmens auszugeben oder wahrheitswidrig zu behaupten, man sei in dessen Auftrag unterwegs, sei illegal, weil wettbewerbswidrig. Energieversorger, die mit dieser Masche schon mehrfach aufflogen, mussten teils hohe Strafen zahlen. Stadtwerketrick nennen viele Juristen dieses verbotene Vorgehen.

Die Städtischen Werke betonten, dass man bei ungebetenen Anrufen auch nicht wissen könne, ob es sich nicht vielleicht sogar um Trickbetrüger handele. Verbraucher sollten sich bei Verdacht oder einem unguten Gefühl sofort an ihren Versorger oder auch an die Polizei wenden.

Dr. Olaf Hornfeck, Vorstand der Städtischen Werke, zu den unerwünschten Anrufen: „Grundsätzlich fragen wir keine sensiblen Daten telefonisch bei unseren Kunden ab. Dazu zählen Kontoinformationen, Zählerstände oder auch Zählernummern. Wenn ein Anrufer solche Informationen abfragt, sollte man vorsichtig sein und auf keinen Fall die Fragen beantworten.“

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