22.01.2018

Energie sparen leicht gemacht: Im Winter ist der Energieverbrauch am höchsten – und das Sparen am einfachsten

Kleines Gerät, große Wirkung: Mit einem Strommessgerät lassen sich Energiefresser schnell enttarnen. (Bild Städtische Werke AG)

Kassel, 22. Januar 2018. Im Winter ist es kalt und dunkel. Die Lösung: Heizung hochdrehen und Licht anschalten. Die Folge, neben wohliger Wärme und angenehmer Beleuchtung, ist eine hohe Energierechnung. Die regelmäßig für richtig schlechte Laune sorgt. Die Lösung, sparsam mit der wertvollen Energie umzugehen. Wie das geht? Einfacher, als die meisten denken, und das auch noch ohne großen Komfortverlust. Tipps geben die Energieexperten der Städtischen Werke.

Tipp 1: Temperatur runter

Bei 25 Grad im T-Shirt und ohne Socken vor dem Fernseher sitzen, ist für viele im Winter neben einem Vollbad das Größte. Und das stimmt sogar ein wenig, denn es ist die größte Energieverschwendung, die es gibt. Denn pro Grad mehr Raumtemperatur werden sechs Prozent mehr Energie fällig. Der Tipp der Energieberater der Städtischen Werke: weniger ist mehr – und lieber einen Pullover und Socken anziehen. Wer die Temperatur des Wohnzimmers auf 21 Grad senkt, spart so ein Viertel Heizenergie.

Tipp 2: Jeder Raum hat seine persönliche Wohlfühltemperatur

Die meisten Menschen schlafen lieber in einem etwas kühleren Schlafzimmer. Vernünftig, denn das spart Energie. Dafür kann es morgens im Bad ruhig etwas wärmer sein. Das muss erlaubt sein. Im kaum benutzten Arbeitszimmer dagegen genügen 17 Grad. Aber bitte nicht übertreiben, raten die Energieexperten. Denn in zu kalten Räumen schlägt sich Luftfeuchtigkeit aus der Luft an den Wänden nieder und es kann zu Schimmel kommen. Das wäre dann am falschen Ende gespart.

Tipp 3: Der Kühlschrank ist keine Gefriertruhe

Viele kennen es noch aus ihrer Jugend: Je kälter das Bier aus dem Kühlschrank kommt, desto besser. Doch zum einen ist das gar nicht so gut für den Magen, zum anderen ist es auch unnötig. Denn die anderen Lebensmittel im Kühlschrank müssen nicht auf drei Grad runtergekühlt sein. Sieben Grad reichen völlig aus. Kleiner Kniff, ob die Temperatur richtig eingestellt ist: Wenn die Butter nicht mehr streichfähig ist, dann ist es zu kalt. Und schließlich gilt beim Kühlschrank wie auch bei der Raumtemperatur. Jedes Grad senkt oder steigert den Verbrauch um sechs Prozent.

Tipp 4: Wo niemand ist, muss es nicht taghell sein

Draußen ist es dunkel, also muss es drinnen schön hell sein. Grundsätzlich ist das richtig, aber zum einen muss es keine Festbeleuchtung im Wohnzimmer sein, zum anderen müssen gerade nicht genutzte Räume auch nicht taghell beleuchtet sein. Und auch im Flur reicht gewöhnlich eine schwächere Beleuchtung aus. Zwar gehen nur etwa zehn Prozent des Stromverbrauchs auf das Konto der Beleuchtung – aber Kleinvieh macht auch Mist. Ganz viel Mist lässt sich übrigens mit modernen LED-Leuchten einsparen. Deren Lichtqualität entspricht heutzutage nicht nur dem der klassischen Glühleuchte, sie lassen sich sogar viel flexibler an die aktuellen Bedürfnisse anpassen. Und dabei sparen sie etwa 85 Prozent Strom ein.

Tipp 5: Überblick behalten

Technikbegeisterte haben es längst, das smarte zuhause. Der große Rest noch nicht. Doch diejenigen, die sich mit dem Thema Smart Home schon auseinander gesetzt haben, kennen die Vorteile. Viele Bereiche im Haus oder der Wohnung lassen sich automatisch steuern und das zu idealen Bedingungen. So kann ein smart Home-System beispielsweise ganz von allein die passende Temperatur für jeden einzelnen Raum vorgeben. Für jeden Tag und für jede Tageszeit. Weiterer Vorteil: Die Einstellungen lassen sich von unterwegs mit dem Smartphone oder einem Tablet ganz einfach ändern. Wenn man beispielsweise zwei Stunden früher aus dem Büro kommt, kann man die Heizung anweisen, im Bad schon mal vorzuheizen. Und wer mal länger bleiben muss, sagt der Heizung, dass sie noch ein wenig Pause hat und damit Energie sparen kann. Und ganz neu beim Smart-Home-System der Städtischen Werke ist die Schimmel-Prävention. Das System verrät, abhängig vom Wetter und der Temperatur, wann und wie oft gelüftet werden muss.

Weitere Tipps und Informationen zum Smart-Home-System der Städtischen gibt es auf der Homepage des Unternehmens. Außerdem bietet die Seite kleine Online-Helfer, die dem Nutzer ganz schnell aufzeigen, ob der eigene Haushalt zu verschwenderisch mit Energie umgeht.

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