07.11.2025

Kassel in Sachen Elektromobilität vorn

  • Platz 1 in Hessen, Platz 54 im Bundesvergleich
  • 10,8 E-KFZ pro Ladepunkt
  • Ausbau geht weiter

Kassel, 7. November 2025. Eine Studie des Verbands der Automobilindustrie (VDA) belegt es. Kassel ist in Sachen Elektromobilität in Hessen ganz weit vorn. Im Schnitt müssen sich in Hessen 18,7 E-Fahrzeuge einen Ladepunkt teilen. In Kassel ist die Infrastruktur deutlich besser: Lediglich 10,8 Elektrofahrzeuge kommen auf einen Ladepunkt – Spitzenwert in Hessen! Bundesweit kommen auf einen Ladepunkt 16,7 elektrisch betriebene Kfz – im Bundesschnitt liegt Kassel damit auf dem 54. Platz.

Kassels Oberbürgermeister Sven Schoeller sieht darin eine Bestätigung der kontinuierlichen Aufbauarbeit in Sachen Elektromobilität: „Wir wollen emissionsfreie Mobilität in Kassel fördern und schaffen sowohl im öffentlichen Raum als auch auf halb-öffentlichen Flächen wie im stätischen Eigentum Möglichkeiten, die Ladeinfrastruktur auszubauen. Der Erfolg zeigt sich nun und ist ein Ergebnis einer bewussten Entscheidung für E-Mobilität.“

Stadtklimarätin Simone Fedderke beschreibt den kontinuierlichen Ausbau als zentralen Bestandteil auf dem Weg zur Klimaneutralität. Dafür sei eine strategische Standortplanung unabdingbar. Die Stadt Kassel hat konkret definiert, welche Flächen und Standorttypen für E-Ladesäulen besonders geeignet sind. Dazu gehören beispielsweise dicht bebaute Wohngebiete, wo Menschen keine Möglichkeit haben, mittels einer Wallbox zu Hause zu laden. Fedderke: „Die Stadt arbeitet aktiv mit verschiedenen Betreiberfirmen, unter anderem der Städtische Werke AG, zusammen und steht stetig in enger Abstimmung, um ein flächendeckendes und bedarfsgerechtes Netz an Ladepunkten zu schaffen. Es gibt derzeit keine Obergrenze für die Anzahl der Ladestationen; vielmehr liegt der Fokus auf einer sinnvollen Verteilung im Stadtgebiet.“

Carsten Harkner, Vorstandsvorsitzender der Städtischen Werke, kommentiert von Anbieterseite den eingeschlagenen Weg: „Wir betreiben mit aktuell 228 öffentlich zugänglichen Ladepunkten das größte Ladenetz der Stadt. Allein in diesem Jahr sind 20 neue Ladepunkte hinzugekommen, im kommenden Jahr sollen weitere folgen. Unser Anspruch ist, dass Kassel Vorreiter in Sachen saubere Mobilität ist und die E-Ladeinfrastruktur immer präsenter in Kassel wird. Das gilt auch für die Busse und Bahnen der KVG.“

Im Vergleich zu anderen hessischen Großstädten steht Kassel gut da. So müssen sich in Frankfurt am Main 16,5 Fahrzeuge einen Ladepunkt teilen. Damit steht die größte hessische Stadt lediglich auf Platz 185 im Deutschlandvergleich. Und in der hessischen Landhauptstadt Wiesbaden kommen auf einen Ladepunkt sogar 25 KFZ – was Platz 352 in der Rangliste bedeutet. Freiburg im Breisgau, eine als nachhaltig bekannte und ähnliche große Stadt wie Kassel, steht im Vergleich zu Kassel nur unwesentlich besser da. Mit 10,5 Fahrzeugen pro Ladepunkt schafft es die badische Stadt auf Platz 50. Spitzenreiter ist ebenfalls eine Stadt aus Baden-Württemberg. Heilbronn kann sich über je einen Ladepunkt für gerade einmal 4,8 E-PKW freuen. Schlusslicht ist das bayrische Schwabach auf Rang 399. Hier steuern 47,3 Elektroautos je einen Ladepunkt an.

Schoeller und Fedderke abschließend: „Die Ladeinfrastruktur im Stadtgebiet soll künftig weiterhin konsequent ausgebaut werden, sodass der im VDA-Ranking für die Stadt Kassel ermittelte T-Wert, also das Verhältnis von E-Auto zu Ladepunkten, weiterhin auf niedrigem Niveau bleibt.“