01.03.2021

Nach Ende der EEG-Förderung: Weiterbetrieb von PV-Anlagen mit Solarpaket 20plus der Städtischen Werke

Kassel, 1. März 2021. Nach 20 Jahren EEG-Förderung stellt sich den meisten Betreibern von privaten PV-Anlagen die Frage: Wie die eigene Anlage weiter am Netz behalten? Denn sie produziert noch jahrelang problemlos sauberen Strom und unterstützt die Energiewende. Nur gibt es keinen Förderanspruch mehr. In Kassel helfen hier die Städtischen Werke mit dem „Solarpaket 20plus“. Der kommunale Versorger sorgt dafür, dass, die heimische Anlage so umgerüstet wird, dass sie zur Eigenversorgung des Haushaltes genutzt werden kann. Kombiniert wird das Angebot mit einem grünen Stromliefervertrag.

Nach Jahren 20 EEG-Vergütung ist noch lange nicht Schluss für die heimische PV-Anlage. Dafür sorgt das Solarpaket 20plus der Städtischen Werke. (Bild: Nullplus/Razvan Chisu – stock.adobe.com)

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) regelt, dass Photovoltaikanlagen über einen festen Zeitraum von 20 Jahren – plus dem anteiligen Inbetriebnahme-Jahr – mit einem festen Betrag pro eingespeiste Kilowattstunde vergütet werden. Seit Januar 2021 fallen jedoch die ersten Anlagen aus dieser Förderung, die im Jahr 2000 oder zuvor in Betrieb genommen wurden. Durch die EEG-Novelle 2021 hat die Bundesregierung nun eine Anschlussregelung für diese EEG-Anlagen geschaffen. Demnach erhalten Anlagenbetreiber der „ersten Stunde“ nun vom örtlichen Netzbetreiber eine Einspeisevergütung, die dem sogenannten Referenzjahresmarktwert abzüglich der Vermarktungskosten für den erzeugten Strom entspricht.

Anlässlich der nun gültigen Novellierung bieten die Städtischen Werke allen betroffenen Altanlagenbetreibern eine Weiterbetriebslösung: das „Solarpaket 20plus“. Der Grundgedanke ist, die Anlagen so umzurüsten, dass der grüne Strom hauptsächlich für den Eigenverbrauch im Haushalt genutzt wird.

„Durch eine Umrüstung durch unser Solarpaket 20plus hin zur Eigennutzung profitieren die Anlagenbetreiber spürbar im Vergleich zu der Anschlussregelung des EEG“, so Städtische Werke Vorstandsmitglied Dr. Olaf Hornfeck. Lediglich der Strom, der nicht im Haushalt selbst verbraucht wird, wird vom Netzbetreiber vergütet. „Um das Solarpaket noch attraktiver zu machen und zu unterstreichen, dass der regional produzierte grüne Strom ein Gewinn für Kassel und Nordhessen ist, gibt es zusätzliche einen Bonus. 10 Euro fixe Vergütung pro Kilowatt installierter Anlagenleistung und Jahr“, so Hornfeck.

Eine Umrüstung ist vor allem dann sinnvoll, wenn die Anlagenbesitzer ihren eigenen grünen Strom selbst verbrauchen und so ihre Strombezugskosten senken. Denn jede selbst verbrauchte Kilowattstunde Strom senkt die Energiekosten. Das löst nicht nur ein Stück weit die Abhängigkeit von den Entwicklungen des Strommarkts. Es schafft auch eine gute Voraussetzung für mögliche neue Anwendungen der Städtischen Werke rund um die Themen Mobilität und Wärme. Die technischen Voraussetzungen schafft konkret ein regionaler Partner der Städtischen Werke, die Firma KAS Elektrotechnik GmbH, die 20 Jahre Erfahrung im PV-Geschäft hat.

Um die eigenen Energieflüsse zu visualisieren und zu monitoren, können die Anlagenbesitzer wahlweise ein intelligentes Energiemanagementsystem nutzen. Hier können sie auch eine mögliche Anlagenerweiterung simulieren oder ein künftiges E-Auto integrieren.

Interessenten finden weitere Informationen unter: www.sw-kassel.de/privatkunden/energie/post-eeg.html

 

 

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