19.07.2019

Nachhaltige Wärme für Wohnquartier Sonnenallee in Niestetal

Mehrgenerationenprojekt setzt auf Kasseler Fernwärme

Thorsten Glindmeyer und Vorstandsmittglied Olaf Hornfeck, beide Städtische Werke, und World-Investment Geschäftsführer Dimitri Lambrecht freuen sich über den zügigen Baufortschritt. (Bild Städtische Werke AG)

Kassel, 19. Juli 2019. Nachhaltig, familienfreundlich, barrierefrei – das sind die wesentlichen Aspekte des Mehrgenerationen-Quartiers, das aktuell im Niestetaler Ortsteil Sandershausen entsteht. Der Investor World-Investment Bauträger GmbH aus Hameln setzt auf umweltfreundliche Fernwärme der Städtische Werke AG aus Kassel. Zusätzlich sorgt eine PV-Anlage auf den Dächern des Quartiers für umweltfreundlich erzeugten Strom, der direkt vor Ort genutzt wird. Die Anlage wird über eine Leistung von 70 kWp verfügen und rund 20 Prozent des im Quartier verbrauchten Stroms zur Verfügung stellen.

Auf dem Gelände des alten Ausbildungszentrums und temporären Schotterparkplatzes an der Sonnenallee haben die Bauarbeiten zum Mehrgenerationen-Quartier mit insgesamt 112 Wohnungen und Gewerbeeinheiten bereits im Frühjahr 2018 begonnen. Fünf der insgesamt sechs Baukörper stehen, der letzte befindet sich kurz vor Fertigstellung. Energieeffizienz wird hier großgeschrieben. Sämtliche Gebäude sollen den KfW-40-Standard erfüllen. Neben einer von den Städtischen Werken errichteten Photovoltaikanlage auf dem Dach und einer intelligenten Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung wird dazu die saubere Fernwärme der Städtischen Werke aus Kassel beitragen.

Die Wärmeerzeugung erfolgt umweltfreundlich überwiegend in Kraft-Wärme- Kopplung – hauptsächlich im Kraftwerk der Städtische Werke Energie + Wärme an der Dennhäuser Straße sowie im benachbarten Müllheizkraftwerk. „Der aktuellen Diskussion um CO2-Abgaben für Heizwärme können die zukünftigen Bewohner und Gewerbetreibenden gelassen entgegen sehen. Das gibt den Nutzern Planungssicherheit und ist zudem gut für das Klima“, so Dr. Michael Maxelon, Vorstandsvorsitzender der Städtischen Werke.

Parallel zu den Bauarbeiten auf dem Wohnareal planen die Städtischen Werke derzeit die Anbindung des Grundstücks an das Fernwärmenetz sowie ein neues sekundäres Wärmeverteilnetz, das die einzelnen Gebäudeteile miteinander verbinden wird. „Insgesamt verlegen wir rund 600 Meter Fernwärmetrasse und 3.500 Meter Rohr auf dem gesamten Areal. Außerdem installieren wir 112 Wohnungsübergabestationen. So bringen wir die rund 500-kW-Wärmeleistung, die vor Ort benötigt wird, zu den Nutzern. Eine Fernwärmeversorgung ist immer nachhaltiger und zuverlässiger als kleinere Wärmeerzeugungsanlagen“, erklärt Dr. Olaf Hornfeck, Vorstandsmitglied der Städtischen Werke, die Vorteile.

„Für uns zahlt sich die Entscheidung für Fernwärme gleich doppelt aus. Zum einen bescherte uns der niedrige Primärenergiefaktor von 0,24 Freiheiten bei der architektonischen Gestaltung der Gebäude, beispielsweise bei der Wärmedämmung. Zum anderen lassen sich die gesetzlichen Anforderungen an die Nutzung erneuerbarer Energien leichter einhalten“, erläutert Dimitri Lambrecht, Geschäftsführer der World-Investment Bauträger GmbH. Außerdem sparen sie sich künftig Zeit und Ressourcen für die Abrechnung mit den Mietern. Denn die übernehmen die Städtischen Werke im Rahmen der Mieterdirektabrechnung.

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