24.03.2016

Nordhessen fördert Windkraft

Anteilsübertragung an Bürgerenergiegenossenschaften, Stadtwerke und Kommunen

Eine ganze Region steht zur Energiewende und zur Windkraft

Zum Bild: Nordhessische Bürgerenergiegenossenschaften, Stadtwerke und Kommunen haben Anteile am zweiten Windpark der Städtischen Werke aus Kassel erworben. Auf dem Foto (v.li.): Bürgermeister Frank Hix für die Stadtwerke Bad Sooden-Allendorf, der Vorstand der Bürger Energiegenossenschaft Werra-Meißner-Kreis Mario Gölitz, Wilfried Steinbock von der Bürger Energiegenossenschaft Wolfhagen, die Prokuristin der Stadtwerke Eschwege Heidi Weber, der Vorstand und der Vorstandsvorsitzende der Städtische Werke AG, Dr. Thorsten Ebert und Dr. Michael Maxelon, Dr. Dieter Attig für das Kommunalwerk Energie Region Kassel, der Vorstandsvorsitzende der Bürgerenergiegenossenschaft Kassel & Söhre Prof. Reiner Meyfahrt sowie Martina Selzer, Vorstand Waldhessische Energiegenossenschaft (Foto: Städtische Werke AG).

 

Kassel, 24. März 2016. Der Windpark Rohrberg ist noch bürgernäher geworden. Am 23. März 2016 hat die Städtische Werke AG, die die fünf Anlagen des Windparks projektiert und gebaut hatte, 74,9 Prozent der Gesellschaftsanteile im Wert von knapp 4,5 Millionen Euro an weitere Anteilseigener übertragen. Neue Gesellschafter sind die vier Bürgerenergiegenossenschaften Kassel & Söhre, Wolfhagen, Waldhessen und die Bürgerenergie Werra-Meißner, die Partnerstadtwerke aus der Stadtwerke Union Nordhessen (SUN) Eschwege und Bad Sooden-Allendorf sowie das Kommunalwerk Region Kassel – es wurde von den Kommunen Baunatal, Lohfelden, Söhrewald, Ahnatal, Fuldatal und Vellmar gegründet und bietet weiteren Kommunen im Umkreis von Kassel eine Möglichkeit zur Beteiligung am Windpark Rohrberg. Die Summe der beteiligten Gesellschafter bilden somit vier Bürgerenergiegenossenschaften, drei Stadtwerke und ein Kommunalwerk.

Der Vorstandsvorsitzende der Städtische Werke AG, Dr. Michael Maxelon betonte, dass es von Anfang an geplant war, bis zu 74,9 Prozent der Anteile an der Windparkgesellschaft abzugeben. „Wir möchten die Bürger und möglichst viele Akteure aus Nordhessen an den Windprojekten beteiligen. Das ist uns nach dem Windpark Söhrewald/Niestetal nun bereits zum zweiten Mal eindrucksvoll gelungen. Es zeigt, dass die Menschen der Region zur Windkraft stehen. Nordhessen will die Energiewende. Deshalb engagieren sich die Bürger.“

Maxelon freut sich, dass der Windpark nicht nur durch seine breite Verankerung in Nordhessen ein Erfolg ist. Er wird auch entscheidend dazu beitragen, die Stromerzeugung der Region sauberer zu machen. Er wird mit seinem prognostizierten Windertrag von 41 Gigawattstunden jährlich fast 14.000 Haushalte versorgen.

Die Städtischen Werke planen im Verbund mit der SUN weitere Windparks in der Region. Und auch bei diesen Projekten sollen sich Bürgerenergiegenossenschaften, kommunale Energieversorger und Kommunen beteiligen können. „Jeder Windpark erhält eine eigene Gesellschaft. Damit kann auf die spezifischen Voraussetzungen vor Ort reagiert werden und lokale Wünsche zur Beteiligung besser berücksichtigt werden. So haben Bürgerenergiegenossenschaften die Möglichkeit, Schwerpunkte auf heimatnahe Projekte zu legen“, betonte Dr. Thorsten Ebert, Vorstand des Kasseler Versorgers und für den Ausbau der erneuerbaren Energien verantwortlich.

 

 

 

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