02.09.2020

PV-Anlagen ohne EEG-Förderung:

Städtische Werke mit neuer Lösung

Kassel, 2. September 2020. Die Städtische Werke AG bietet ihren Kunden ab Januar 2021 ein Kombiprodukt aus klassischem Stromliefervertrag und Vermarktungsvertrag für PV-Dachanlagen an. Interessant ist dieses Angebot für alle, die ab diesem Zeitpunkt den Anspruch auf die EEG-Förderung verlieren. Alle Kasseler, die die Energiewende ab dem ersten Tag mitgestaltet haben, erhalten so die Möglichkeit, einen Weiterbetrieb ihrer PV-Dachanlage in zwei Varianten zu realisieren.

Seit im Jahr 2000 das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in Kraft trat, können Besitzer privat betriebener Photovoltaik-Anlagen EEG-Vergütung erhalten, wenn sie ihren erzeugten Strom vollständig in das öffentliche Netz einspeisen. Jetzt, nach 20 Jahren, soll der gesetzliche Anspruch für diese so genannten Einspeiseanlagen enden.

In der Energiewirtschaft und der Politik wird derzeit intensiv diskutiert, wie ein Weiterbetrieb technisch und wirtschaftlich möglich sein könnte, denn befürchtet wird, dass Betreiber ohne die EEG-Vergütung und aufgrund technischer Hürden ihre Anlagen abschalten und so keinen sauberen PV-Strom mehr in die öffentlichen Netze einspeisen. „Als Stadtwerke haben wir in der Region Nordhessen gemeinsam mit unseren Partnern und den Bürgern die Energiewende vorangetrieben. Wir halten es für richtig, den Solarstrom dieser Anlagen so lange es geht, weiterhin sinnvoll zu nutzen“, sagt Städtische Werke-Vorstandsmitglied Dr. Olaf Hornfeck.

Unabhängig von den rechtlichen Regelungen, die zum Herbst 2020 im Entwurf zu erwarten sind, haben die Städtischen Werke deshalb schon jetzt ein Weiterbetriebsprodukt für alle PV-Anlagenbetreiber der ersten Stunde in den Startlöchern. Interessenten können sich ab sofort für ein Angebot vormerken lassen, um pünktlich zum Auslaufen der Förderung eine für sie passende Weiterbetriebslösung parat zu haben.

Die Städtischen Werke bieten zwei Varianten: Entweder Kunden verkaufen ihren PV-Strom an die STW und erhalten dafür eine Vergütung, die ihre Stromrechnung reduziert.

Zweite Variante: Sie prüfen eine technische Umrüstung der Anlage hin zu einem optimierten Eigenverbrauch. In diesem Fall wird ein Teil des PV-Stromes weiter in das Netz eingespeist, ein anderer Teil wird selbst verbraucht. Hierbei ist wahrscheinlich die Zählerinfrastruktur neu auszugestalten. „Durch diese Investition haben die Betreiber der ersten Stunde nun erstmals die Möglichkeit, den Strom ihrer Dachanlage zum großen Teil selbst zu nutzen und so unabhängig vom Strommarkt zu werden“, hebt Kai Wachholder, Leiter des Privatkundenvertriebs der STW, hervor. Die Werke planen, den Strom vieler kleinerer PV-Dachanlagen zu bündeln, um aus diesem regionalen grünen Strom ein eigenes Stromprodukt anzubieten. So können auch Kunden ohne eigene Anlage den regionalen PV-Strom ihrer Kasseler Nachbarn beziehen.

Alle, die sich aktuell mit der Planung einer PV-Anlage beschäftigen, können sich ebenfalls an die Werke wenden. Diese helfen gerne bei der Anlagenplanung und bieten ebenfalls seit diesem Sommer PV-Neuanlagen an

Teilen Sie diese Neuigkeit in Ihrem Netzwerk