02.06.2017

Startschuss für schnelle e-Infrastruktur in Kassel - Zwei Schnellladestationen für E-Fahrzeuge am Friedrichsplatz

Einmal volltanken in der Kaffeepause

Kassel, 2. Juni 2017. Der E-Mobilität gehört die Zukunft. Emissionsfrei fahrende Pkw sorgen für ein besseres Klima mit sauberer Luft und weniger Lärm. Seit heute bietet Kassel in bester Innenstadtlage, am Friedrichsplatz, gleich zwei Schnellladestationen für Elektrofahrzeuge. Besitzer von E-Pkw können damit ihren Wagen, je nach Typ, in nur 15 bis 30 Minuten komplett auftanken.

Für die beiden Schnellladesäulen, die heute in einem Pressetermin offiziell in Betrieb genommen wurden, teilen sich das Volkswagenwerk Kassel und das Land Hessen die Investitionskosten von rund 120.000 Euro. Die Städtische Werke AG Kassel machen das Ganze ökologisch rund: Sie betreiben die beiden Stationen und liefern 100 Prozent Naturstrom aus Wasserkraft. Die Ladesäulen werden während der documenta14 Start- und Zielpunkt der Volkswagen e-Mobility Erlebnistour sein. Anschließend stehen sie zur Nutzung jedem E-Mobilisten offen.

Werkleiter Thorsten Jablonski erklärt das Engagement von Volkswagen Kassel für Elektromobilität: „Wir fördern als Leitwerk für e-Antriebe diese zukunftsweisende Technologie und schätzen die Ladeinfrastruktur als wichtigen Baustein auf dem Weg zur Energiewende ein.“ Die Elektromobilität könne nur in die breite Bevölkerung getragen werden, wenn eine flächendeckende Infrastruktur mit Ladestationen verfügbar sei. „Mit den beiden Schnelladestationen nehmen wir unsere regionale Verantwortung ernst und möchten ein nachhaltiges Zeichen für die e-Mobility in Nordhessen setzen“, so Jablonski abschließend. Volkswagen Kassel hat kürzlich bereits eine Ladestation in Baunatal gesponsert.

Die Schnelladestationen wurden am Friedrichsplatz im Umfeld der Taxihaltestellen an der Ecke Obere Karlsstraße auf einem von der Stadt Kassel bereit gestellten Bereich errichtet. In direkter Nachbarschaft befindet sich auch das internationale Pressezentrum der documenta 14. Als Hauptsponsor der Weltkunstausstellung wird sich Volkswagen im Umfeld der Ladestationen mit der e-Mobility Erlebnistour präsentieren. Volkswagen wird die Stationen daher während der documenta zweckgebunden nutzen. Anschließend werden die Städtischen Werke als Eigentümerin die beiden Ladesäulen der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Die zwei Stationen für das einfache Schnellladen von Elektrofahrzeugen sind mit dem für Elektrofahrzeuge kompatiblen Standards CHAdeMO, CCS- und Typ 2 AC ausgestattet. Die Stationen verfügen über 20 kW bzw. 50 kW Ladeleistung inklusive Überwachung und 20 kW / 50 kW Ausgang sowie einem 22 kW 3 phasigen AC Ausgang. Damit können bis auf wenige Ausnahmen alle auf dem deutschen Markt erhältliche Elektroautos an den Säulen tanken.

Die Gesamtbau- und Anschlusskosten für die Ladesäulen belaufen sich auf rund 120.000 Euro. Über das Hessische Verkehrsministerium fördert das Land Hessen davon bis zu 50 Prozent, das Volkswagenwerk Kassel übernimmt das Gros der verbliebenen Kosten. Das Engagement der Hessischen Landesregierung erklärt sich aus ihrem Ziel, der Elektromobilität zum Durchbruch zu verhelfen. Deshalb fördert sie insbesondere Maßnahmen, in denen E-Fahrzeuge ihre Alltagstauglichkeit zeigen können. Dafür stellt sie in diesem Jahr rund 1,2 Millionen Euro bereit.

„Da wir die Ladesäulen mit 100 Prozent Naturstrom betreiben, leistet die von uns unterstützte E-Mobilität einen überzeugenden und konsequenten Beitrag für die Umwelt“, erklärte Städtische Werke-Vorstand Dr. Thorsten Ebert. „Nach Ende der documenta werden die beiden Schnellladesäulen auf dem Friedrichsplatz an den Stadtwerkeverbund ladenetz.de angeschlossen, ebenso wie bereits alle 26 Ladesäulen der Stadtwerke Union Nordhessen sowie alle FREE-Ladesäulen. Bereits rund 100 Stadtwerke bringen unter der Dachmarke ladenetz.de grünen Strom auf die Straße. Ziel der Kooperation für die Städtischen Werke ist es, Nutzern eine deutschlandweite und flächendeckende Ladeinfrastruktur, die das Laden von Elektrofahrzeugen einfach und überregional ermöglicht, bereit zu stellen.“ Die Zusammenarbeit mit ladenetz.de biete den Kunden der Stadtwerke „eine einfache Nutzung sämtlicher Ladestationen mit aktuell über 900 angeschlossenen Ladepunkten. Hinzu kommen mehr als 9.000 weitere Ladepunkte durch Roaming-Abkommen auf nationaler sowie internationaler Ebene.“

„Die E-Mobilität ist ein wichtiger Baustein zur sauberen Luft in unserer Stadt. Dafür ist die Ladeinfrastrukur eine unabdingbare Voraussetzung“, betonte Stadtbaurat und Umweltdezernent Christof Nolda in dem Pressetermin.

Hintergrund

Der Volkswagen Konzern mit Sitz in Wolfsburg ist der größte Automobilproduzent der Welt. Zwölf Marken aus sieben europäischen Ländern gehören zum Konzern: Volkswagen Pkw, Audi, SEAT, ŠKODA, Bentley, Bugatti, Lamborghini, Porsche, Ducati, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Scania und MAN. Der Konzern betreibt in 20 Ländern Europas und in 11 Ländern Amerikas, Asiens und Afrikas 121 Fertigungsstätten. Mit seinem Zukunftsprogramm „TOGETHER– Strategie 2025“ hat der Volkswagen Konzern den Weg freigemacht für den größten Veränderungsprozess seiner Geschichte: die Neuausrichtung zu einem der weltweit führenden Anbieter nachhaltiger Mobilität. Das Volkswagenwerk Kassel in Baunatal nimmt als Leitwerk e-Antrieb eine Schlüsselrolle hierbei ein. Der Standort fertigt sogenannte Komponenten, darunter die Elektromotoren, und ist mit seinen rund 17.000 Mitarbeitern das zweitgrößte Volkswagenwerk in Europa.

Die Städtische Werke AG aus Kassel versorgt deutschlandweit rund 150.000 Bürger und Unternehmen mit sauberer Energie und Energiedienstleistungen. Das Unternehmen macht sich stark für die Energiewende in der Region und investiert jedes Jahr Millionenbeträge in den Ausbau der erneuerbaren Energien vor Ort. Darüber hinaus betreiben die Städtischen Werke die Bäder und die Straßenbeleuchtung der Stadt Kassel sowie die Trinkwassergewinnung und -verteilung. Als erstes großes Stadtwerk werden seit 2007 alle Tarifkunden zu 100 Prozent mit sauberem Strom aus regenerativen Quellen und seit 2010 auch mit klimaneutralem Gas versorgt. Die Städtische Werke AG ist ein Tochterunternehmen der Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH. Ein wesentliches Unternehmensziel ist der Ausbau der regenerativen und dezentralen Eigenerzeugung. Schwerpunkte sind Windkraft, Biogas, Photovoltaik, Biomasse und Wasserkraft.

Hinter dem Verbund ladenetz.de steht die smartlab Innovationsgesellschaft mbH, ein Unternehmen der Stadtwerke Aachen, Duisburg und Osnabrück, die innovative Dienstleistungen, Produkte und Konzepte für Elektromobilität entwickelt. Ziel ist eine flächendeckende Ladeinfrastruktur in ganz Deutschland. Insbesondere die Nutzerfreundlichkeit der Mobilitätskonzepte steht dabei im Fokus, daher greift sie auf Praxiserfahrung aus bundesgeförderten Forschungsprojekten zurück.

Lokale Energieversorger können ladenetz.de beitreten und auf diese Weise Teil eines deutschlandweiten Netzwerks mit derzeit bald 100 Stadtwerke-Partnern werden, das seinen Kunden grenzenlose Elektromobilität bietet.

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