21.11.2017

Stromverbrauch stagniert – mehr Technik kompensiert höhere Effizienz

Städtische-Werke-Vorstand Stefan Welsch rät zum sparsamen Energieeinsatz. Das entlaste Umwelt und Portemonnaie. (Bild Städtische Werke AG)

Kassel, 21. November 2017. Der Stromverbrauch in Deutschland ist im Vergleich zum Vorjahr um 1 Prozent gestiegen. Das teilte die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen mit. Die wachsende Bevölkerung und vor allem die gute Wirtschaftslage haben den sinkenden Verbrauch immer effizienter werdender Geräte überkompensiert. In Kassel dagegen ist der Stromverbrauch gleich geblieben. Ein durchschnittlicher Haushalt hat wie im Vorjahr rund 2.800 Kilowattstunden Strom verbraucht. 2007 lag er noch bei 3.200 kWh, 1997 bei 3.000 kWh.

Stefan Welsch, Vorstand der Städtischen Werke und für den Energievertrieb zuständig: „Wasch- oder Spülmaschinen, Kühlschränke oder Leuchtmittel sind heute viel effizienter als noch vor 20 Jahren. Aber wir haben immer mehr Geräte im Haus, die Strom verbrauchen – und sie werden größer.“ So würden beispielsweise Router den ganzen Tag Strom ziehen, Fernsehgeräte seien doppelt so groß wie früher und noch dazu würde heute in fast jedem Raum einer stehen und laufen. Hinzu kämen kleinere Geräte wie Smartphones, Laptops oder Tablets, die sich in Summe auch bemerkbar machten.

Welsch appelliert: „Wir wollen niemand den technischen Fortschritt ausreden. Aber man kann mit seinem Verhalten sehr leicht den Verbrauch senken. Der Kühlschrank muss nicht auf höchster Stufe laufen, der Router muss nachts oder wenn man arbeitet nicht funken und auch die Wasch- und Spülmaschine säubern bei niedrigen Temperaturen ordentlich. Viel wichtiger aber ist, beim Kauf nachzudenken, was man wirklich braucht und ob nicht eine Nummer kleiner ausreicht.“

Die Städtischen Werke bieten seit zehn Jahren mit ihrem Naturstrom ökologisch unbedenklichen Strom, denn er stammt aus Wasserkraft. Viel gewichtiger ist aber das Engagement für den Ausbau der erneuerbaren Energien. Mittlerweile ist der Kasseler Versorger an vier Windparks und an fünf Biogasanlagen beteiligt. Der Kassler Versorger betreibt ein kleines Wasserkraftwerk, PV-Anlagen und ein Biomasseheizkraftwerk.

Dennoch, betont Welsch, sei ein sparsamer Energieeinsatz unerlässlich: „Es ist gut, dass unser Strom aus erneuerbaren Quellen kommt, aber noch besser ist, wenn Energie erst gar nicht verbraucht wird. Das schont die Ressourcen am nachhaltigsten.“

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