17.09.2015

Windpark Söhrewald/Niestetal: Weitere drei Gesellschafter

Jetzt mehr als 1.000 nordhessische Bürger über Genossenschaften beteiligt

Jetzt mehr als 1.000 nordhessische Bürger über Genossenschaften beteiligt


Kassel, 17. September 2015. Vier Bürgerenergiegenossenschaften, vier Stadt- und Gemeindewerke und eine nordhessische Kommune sowie die Thüga Erneuerbare Energien GmbH & Co.KG sind jetzt am Windpark Söhrewald/Niestetal direkt beteiligt. Alle zehn Gesellschafter, darunter drei neue, sind Partner der Städtische Werke AG, die den Windpark geplant und gebaut hatte. Mit den drei jüngsten Mitstreitern sind 74,8 Prozent der Anteile an der Windparkgesellschaft vergeben und über die Energiegenossenschaften mehr als 1.000 nordhessische Bürger an dem Projekt beteiligt. 

 

Von Beginn des Projektes an hatten die Städtischen Werke geplant, bis zu dieser Marge Anteile an der Windparkgesellschaft abzugeben. Dies ist jetzt mit dem Beitritt der drei jüngsten Gesellschafter gelungen, die zugleich das Spektrum der Partner spiegeln. Neu sind die Waldhessische Energiegenossenschaft eG mit Sitz in Wildeck mit 3,33 Prozent der Anteile, die Gemeinde Fuldabrück mit 3,73 Prozent und die Thüga Erneuerbare Energien GmbH & Co.KG mit 7,2 Prozent. Bei der Thüga EE aus München handelt es sich um ein bundesweites Netzwerk von 46 Unternehmen, die durch Bündelung von Investitionen und Know-how gemeinsam den Ausbau umweltschonender Energieerzeugung vorantreiben. Zusätzlich hat die Genossenschaft Bürger Energie Kassel & Söhre EG ihren bereits bestehenden Anteil an der Gesellschaft auf 24,93 Prozent erhöht. Die Städtischen Werke halten 25,2 Prozent am Windpark Söhrewald/Niestetal mit seinen insgesamt sieben Anlagen und der dazu gehörenden PV-Freiflächenanlage „Sandershäuser Berg“. Damit befinden sich weit mehr als 90 Prozent der Anteile an dem Windparkprojekt in rein nordhessischer Hand. 

 

„Der Schwerpunkt des Eigentums liegt eindeutig bei den Bürgern und den Gemeinden aus Nordhessen. Dies war bereits vor dem Beginn der Projektierung unser Ziel und wir haben es gemeinschaftlich und sehr eindrucksvoll erreicht“, bilanziert Andreas Helbig, Vorsitzender der Städtische Werke AG in Kassel. „Der Windpark ist damit Ausdruck einer großen, starken und selbstbewussten Region. Viele regionale Partner ziehen an einem Strang und darauf sind wir stolz.“  

 

In der ersten Etappe hatte die Städtische Werke AG bereits im Dezember 2014 rund 52 Prozent des Windparks im Wert von fast sieben Millionen Euro an die drei Bürgerenergiegenossenschaften Kassel & Söhre, Niestetal und Kaufungen sowie an die Stadtwerke Eschwege, Witzenhausen und Bad Sooden-Allendorf und das Gemeindewerk Lohfelden (die Gemeinde Lohfelden beteiligt sich über ihr Gemeindewerk) per Verkauf abgetreten. 

 

Hintergrund

Der Windpark Söhrewald/Niestetal besteht aus insgesamt sieben Windanlagen der Drei-Megawatt-Klasse sowie der PV-Freiflächenanlage „Sandershäuser Berg“. Projektierung, Bau und Investition von insgesamt rund 38 Millionen Euro übernahmen die Städtischen Werke.

 

Zusammen mit der PV-Anlage „Sandershäuser Berg“ erzeugen die fünf Windanlagen am Standort Söhrewald (in Betrieb seit Dezember 2013) und die zwei am Standort Niestetal (Februar 2014) rund 45.500 MWh sauberen Strom pro Jahr. Er wird überwiegend in das Kasseler Netz eingespeist. 

 

Die Städtischen Werke AG baut derzeit auf dem Rohrbeg östlich von Kassel einen weiteren Windpark, am Standort Stiftswald folgt ein weiterer. Beide Windparks werden in das Kasseler Stromnetz einspeisen. Der Windpark Rohrberg mit fünf Anlagen geht Ende des Jahres 2015 in Betrieb, der Baubeginn für die acht Anlagen im Stiftswald erfolgt im Herbst 2015, die Inbetriebnahme Mitte 2016. An beiden Standorten werden die Städtischen Werke zusammen rund 78 Millionen Euro investieren. Eine Bürgerbeteiligung wie beim Windpark Söhrewald/Niestetal ist verbindlich geplant.

 

Die Grafik veranschaulicht die aktuellen Gesellschafteranteile an dem Windparkprojekt Söhrewald/Niestetal.

 

 

 

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