Global Wind Day am 15. Juni: nordhessische Windparks punkten mit hoher Einspeisung und Wertschöpfung für die Region

Der aktuell in Bau befindliche Windpark Reinhardswald wird jährlich voraussichtlich 315 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen und damit rund 105.000 Haushalte mit sauberem Strom versorgen können. Die ersten Anlagen stehen bereits. (Bild Städtische Werke AG)
- Seit Inbetriebnahme 11 Millionen Euro Gewerbesteuer und 1,5 Million Euro Kommunalabgabe an nordhessische Kommunen und den Werra-Meißner-Kreis
- 224 Millionen kWh Windstrom 2025 – knapp ein Drittel des Gesamtverbrauchs Kassels (244 Mio 2024)
- ¾ der Kasseler Haushalte durch Windstrom versorgt
Kassel, 12. Juni 2026. Am 15. Juni begeht nicht nur die Windbranche seit 2007 den Global Wind Day. Auch die nordhessischen Windparks Söhrewald/Niestetal, Rohrberg, Stiftswald und Kreuzstein nutzen den Tag, um Bilanz zu ziehen. Im vergangenen Windjahr haben sie rund 224 Millionen Kilowattstunden (kWh) Strom erzeugt. Damit decken sie rechnerisch ein knappes Drittel des gesamten Stromverbrauchs der Großstadt Kassel – ein bedeutender Beitrag zur regionalen Versorgungssicherheit.
Die Einspeisung lag, trotz eines spürbar unterdurchschnittlichen Windjahres, je nach Standort zwischen 96 und 107 Prozent des geplanten Jahresertrags. Die Windparks sind zwischen acht und zwölf Jahren in Betrieb.
Die Gemeinden Niestetal, Söhrewald, Hessisch Lichtenau, Helsa, Kaufungen, Eschwege, und Kassel sowie der Werra-Meißner-Kreis erhielten in dieser Betriebszeit Gewerbesteuern in Höhe von rund elf Millionen Euro. Zusätzlich wurden 2025 Kommunalabgaben für die Anrainerkommunen in Höhe von rund 450.000 Euro gezahlt. Etwa 330.000 Euro flossen auf Basis der gesetzlichen Verpflichtung aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz, 118.000 Euro sind eine freiwillige Leistung der Windparks. Seit 2023 sind in Summe nahezu 1,5 Millionen Euro geflossen. Damit leisten die Windparks einen entscheidenden Beitrag für die kommunalen Haushalte. Sie helfen, die vielfältigen Aufgaben der Kommunen zu finanzieren.
Die Anlagen der vier Windparks zeichnen sich durch eine zuverlässige und stabile Performance aus. Sie haben seit Inbetriebnahme in Summe rund 2,3 Milliarden Kilowattstunden Strom ins öffentliche Netz eingespeist und damit für einen großen Beitrag zur Energieversorgung Nordhessens mit sauber erzeugtem Strom geleistet. Darüber hinaus generieren sie ein hohes Maß regionaler Wertschöpfung nicht nur durch Gewerbesteuern, Kommunalabgaben und Gewinne, sondern auch durch die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Vergabe qualifizierter Dienstleistungen an Unternehmen der Region.
Drei der vier Windparks wurden von den Städtischen Werken aus Kassel geplant und gebaut, einer von der SUN Stadtwerke Union Nordhessen. Sie sind geprägt durch eine nordhessische Eigentümerstruktur. An den Windparks beteiligt sind zum einen die sechs nordhessischen Energieversorger aus Kassel, Eschwege, Wolfhagen, Homberg (Efze), Bad Sooden-Allendorf und Witzenhausen. Weitere kommunale Beteiligungen an den Windparks kommen von der Kommunalwerke Region Kassel, ein Zusammenschluss von acht Kommunen im Landkreis Kassel, der Gemeinde Kaufungen und Gemeinde Fuldabrück sowie den Gemeindewerken Lohfelden. Die verbleibenden Anteile an den Windparks werden gehalten von den Bürgerenergiegenossenschaften Kassel & Söhre, Werra-Meißner, Wolfhagen, Niestetal, Kaufunger Wald, der Waldhessischen Energiegenossenschaft eG sowie der Thüga Erneuerbaren Energien.